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Soul Tapping Basis Training

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  1. Einleitung in dieses Training
    4 Themen
  2. Energetische Psychologie
    3 Themen
  3. Was ist The Soul Tapping Solution
    4 Themen
  4. Was du über dich und deinen Körper wissen solltest?
    5 Themen
  5. Wie genau funktioniert Soul Tapping
    5 Themen
  6. Video Serie: Tapping Sequenzen zum Mitmachen
    10 Themen
  7. Aufbau deiner eigenen Tapping Session
    2 Themen
  8. Was ist, wenn Tapping nicht klappt?
  9. Was kann Soul Tapping für dich leisten
  10. Die Vergangenheit hinter sich lassen mit der Soul Tapping Solution
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Die Wirkweise von Tapping auf der Gehirnebene

Im Gehirn findet sich ein kleiner Bereich, die sog. Amygdala. Dort werden Situationen emotional bewertet, positiv oder negativ und entsprechend gespeichert. Geschieht irgendetwas, das an diese Situation erinnert, sendet die Amygdala ein Alarmsignal an den Hypothalamus aus, ein weiteres Areal im Gehirn. Der Hypothalamus löst die entsprechenden vegetativen Reaktionen aus: Panik- und Angstgefühle, Schwitzen, Zittern, Bauchkrämpfe oder auch einfach „nur“ ein permanent ungutes und gestresstes Gefühl im Bauch, das einen nicht mehr zur Ruhe kommen lässt.

Stimuliert man nun beim Tapping die Meridianpunkte, spricht gleichzeitig laut aus, was einen belastet und ist sich der Emotion bewusst, dann kommt die Meldung der Amygdala nicht mehr vollumfassend beim Hypothalamus an und kann auch nicht zu den bekannten Symptomen führen. Der Hypothalamus gibt nun wiederum an die Amygdala die Meldung, dass ihr „Notruf“ nichts bewirkte und dennoch alles in Ordnung ist. Das Problem ist aufgelöst. Die Erinnerung an belastende Situationen bleibt natürlich erhalten, nur kann sie keine Stresssymptome mehr auslösen. „Eine Erinnerung ohne negative Emotionen kann man auch Weisheit nennen.“

Wissenschaftliche Studien zur Wirkung der Klopfakupressur

Obwohl die EFT zunächst als esoterisch und wirkungslos abgetan wurde, ist die Klopfakupressur mancherorts – obwohl es natürlich nach wie vor Skeptiker gibt – als wirkungsvolle Behandlungsmethode akzeptiert.

In einem Artikel vom Dezember 2012 erkennt beispielsweise die American Psychological Association die Wirksamkeit von EFT als Behandlungsmethode für Angstzustände an und empfiehlt sogar, sie beim Posttraumatischen Belastungssyndrom einzusetzen. Nachfolgend stellen wir eine Auswahl wissenschaftlicher Studien zur Wirkung der Klopfakupressur vor.

Angstzustände bessern sich

Aus dem Jahr 2017 liegt eine Studie mit 63 Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren vor. Sie alle litten an Angstzuständen der unterschiedlichsten Art. Nach nur drei Sitzungen zeigte EFT eine signifikante Verbesserung der Ängste. Die Wirkung war vergleichbar mit jener, die sich nach drei Sitzungen einer kognitiven Verhaltenstherapie einstellte. Die kognitive Verhaltenstherapie gilt offiziell als die derzeit beste Methode zur Therapie von Angstzuständen.

Ein Jahr zuvor war in Australien eine Studie mit knapp 60 Erwachsenen durchgeführt worden. Die Teilnehmer hatten Depressionen und/oder immer wiederkehrende Angstzustände. Sie wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine erhielt EFT-Sitzungen, die andere die übliche kognitive Verhaltenstherapie. Nach acht Wochen zeigte sich, dass letztere zwar über eine deutliche Verbesserung berichteten, diese aber nicht lange anhielt. Die EFT-Gruppe dagegen erlebte zunächst nur eine geringfügige Verbesserung. In den Wochen und Monaten nach der Therapie aber verringerten sich die Angstzustände plötzlich kontinuierlich.

Weniger chronische Schmerzen

Da chronische Schmerzen leichter zu ertragen sind, wenn damit einhergehende Ängste und andere psychische Beschwerden therapeutisch angegangen werden, untersuchte man im selben Jahr in einer kanadischen Studie die Auswirkungen des Klopfens bei Schmerzpatienten (Fibromyalgie), die an Depressionen und Angstzuständen litten. EFT konnte in Kombination mit der EDMR-Methode nach sechs Wochen (mit einer Sitzung pro Woche) zu einer deutlichen Linderung der seelischen Problematik führen. EDMR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing =Desensibilisierung und Neubearbeitung mit Augenbewegungen.

Stresshormonspiegel sinkt

Selbst nach einer einmaligen EFT-Sitzung wirkt sich das Klopfen auf das körperliche Befinden sehr positiv aus. Die entspannende Wirkung ließ sich in einer Studie aus dem Jahr 2012 anhand des Stresshormonspiegels zeigen. Dieser war in der EFT-Gruppe 30 Minuten nach einer EFT-Sitzung um durchschnittlich rund 24 Prozent abgesunken. In der Vergleichsgruppe, die eine herkömmliche psychotherapeutische Sitzung erhalten hatte, war der Cortisolspiegel nur um etwa 14 Prozent gesunken.

Schuppenflechte wird gelindert

Da erwiesenermaßen ein Zusammenhang zwischen Stress und Schuppenflechte besteht, liegt es nahe, dass eine Reduzierung von Stress auch die Lebensqualität von Psoriasis verbessert. In einem sechsstündigen Workshop (2011, Energy Psychological Journal) wurden 12 Patienten in der Klopfakupressur ausgebildet und angewiesen, diese täglich anzuwenden. Die Schwere ihrer Schuppenflechtensymptome verringerte sich bereits unmittelbar nach dem Workshop. Drei Monate später zeigten sich weitere Verbesserungen, die auch nachhaltig Bestand hatten. Sowohl die psychischen als auch die körperlichen Beschwerden konnten merklich gelindert werden ( 11 ).

Heißhungerattacken lassen nach

Patienten mit Adipositas leiden häufig an Heißhungerattacken. Die damit verbundene zusätzliche Nahrungsaufnahme verschlimmert das Übergewicht. In einer australischen Studie aus dem Jahr 2016 setzte man die Klopfakupressur bei 83 Erwachsenen mit starkem Übergewicht bzw. mit bereits bestehender Adipositas ein. Nach 8 Wochen mit EFT konnten die Teilnehmer viel besser dem Drang widerstehen zu essen, wenn sie gar keinen Hunger hatten ( 10 ).

Lebensqualität bei Kriegsveteranen steigt

Im Februar 2015 erschien eine Studie mit 28 Kriegsveteranen, deren Lungen im Iran-Irak-Krieg in den 1980er Jahren durch Senfgas verletzt worden waren. Sie klagten über Atemprobleme, Immunschwäche und wiederkehrende Infektionen sowie psychische Probleme wie Depressionen und Angstzustände. Die Probanden erhielten acht EFT-Behandlungen jeweils einmal wöchentlich. Die psychische Gesundheit stabilisierte sich, die Lebensqualität wurde deutlich besser und auch körperliche Symptome konnten gelindert werden (Schlafstörungen, Angstzustände, Atemprobleme). Zusätzlich besserten sich bestimmte Blutwerte, die nun auf ein stärkeres Immunsystem hinwiesen ( 9 ).

Klopfakupressur und weitere Methoden gegen Angst und Stress

Ein enormer Vorteil der Klopfakupressur ist, dass man sie ganz allein für sich durchführen kann, um an seinen „Baustellen“ zu arbeiten und Ängste oder Stresszustände nachhaltig zu beheben. Normalerweise ist dafür kein Therapeut erforderlich. Schwere Traumen jedoch sollte man besser nicht allein bearbeiten, sondern nur in Gegenwart eines EFT-Therapeuten oder Psychotherapeuten. Es könnten starke Emotionen an die Oberfläche treten, mit denen man allein nicht so ohne weiteres zurechtkommt.